Seit September sammelt der Bundesverband Deutscher Volks- und Betriebswirte (bdvb e.V.) Unterschriften für die Einführung des Schulfachs „Wirtschaft“ als Pflichtschulfach in allen Schulformen der Sekundarstufe in allen Bundesländern. Wenige Tage nach Beginn des Superwahljahrs 2017 hat die Initiative der Ökonomen bereits über 2.100 Unterzeichner gefunden.

10.000 Unterschriften will der bdvb e.V. Mitte März der Politik präsentieren, um im Wahljahr 2017 offensiv für das Anliegen zu werben. Zwanzig Prozent des Ziels sind also bereits erreicht, wobei in den Wochen vor der Weihnachtspause eine dynamische Zunahme der Unterschriftenzahl zu verzeichnen war. Auch konnte der bdvb e.V. bereits zahlreiche andere Verbände und Organisationen für das Vorhaben gewinnen. Mit dem bdvb eint sie das Bewusstsein, dass die Teilhabe an demokratischen und wirtschaftlichen Prozessen Basiswissen über volks- und betriebswirtschaftliche Zusammenhänge voraussetzt. Ein entsprechendes Pflichtschulfach würde dazu beitragen, Privathaushalte vor Überschuldung zu bewahren und wirtschaftspolitische Entscheidungsprozesse einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Peter Herrmann, Präsident des bdvb e.V., kommentiert: „Viele Gegner argumentieren, dass wirtschaftliche Themen in anderen Fächern behandelt werden sollten. Dahinter steht die berechtigte Forderung, dass wirtschaftliche Aspekte nicht isoliert vom sozialen Kontext betrachtet werden dürfen. Aber ohne ein Schulfach ‚Wirtschaft‘ wird dem Thema Ökonomie in der Ausbildung der Lehrer nicht genügend Aufmerksamkeit geschenkt. Gerade den Lehrern müssen wir das nötige Rüstzeug mitgeben, um wirtschaftliche Zusammenhänge so zu vermitteln, dass Schülerinnen und Schüler sich ihre Gedanken darüber machen können. Wer die Demokratie und den Standort Deutschland stärken will, sollte unseren Petitionstext durchlesen – und unterzeichnen.“

Die Online-Petition des bdvb e.V. ist unter www.bdvb.de/pflichtschulfach-wirtschaft zu erreichen und läuft bis zum 15.03.2017. Die Unterzeichnung ist auch per Brief oder Fax möglich.

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