Fairphone wurde mit dem Ziel gegründet, Wertschöpfungsketten in der Elektronikindustrie zu öffnen und nachhaltiger zu gestalten. In Zusammenarbeit mit dem Beratungsunternehmen „The Drangonfly Initiative“, ermittelte das niederländische Social Business nun die zehn bei der Herstellung von Mobiltelefonen verwendeten Mineralien, mit dem größten Potential für eine weitere Recherche zur Verbesserung der Lieferkette: Zinn, Tantal, Wolfram, Gold, Kobalt, Kupfer, Gallium, Indium, Nickel und Metalle der Seltenen Erden. Anhand dieser „Top 10- Liste“ will das Unternehmen, das bereits transparente Lieferketten für die vier anerkannten Konfliktmineralien Zinn, Tantal, Wolfram und Gold aufgebaut hat, seine verantwortungsvollen Sourcing-Maßnahmen in den kommenden Jahren ausrichten, um die Möglichkeiten für konkrete Verbesserungen in den sechs weiteren Lieferketten zu erreichen.

Die Entwicklung des modularen Fairphone 2 hat es dem sozialen Unternehmen ermöglicht, einen positiven Einfluss auf alle Bereiche der Wertschöpfungskette zu nehmen – vom Abbau der benötigten Mineralien über Design und Produktion bis hin zum Lebenszyklus. Zu 100 Prozent fair ist das Fairphone damit noch lange nicht, doch Schritt für Schritt nähert sich Fairphone diesem Ziel.

Nun wurden alle 38 Mineralien bewertet, die bei der Herstellung von Smartphones verwendet werden. Um festzustellen, welche der Lieferketten mit besonders schwerwiegenden Problemen verbunden sind und gleichzeitig die besten Chancen auf Verbesserung bieten, wurden bei der Evaluation verschiedene Kriterien angewandt – von der Häufigkeit des Einsatzes in der Elektronikindustrie, dem Substitutions- und Recyclingpotential bis hin zu gesellschaftlichen und umweltrelevanten Fragen des Bergbaus.

Fairphone will sich nun auf die zehn Mineralien mit dem größten Potential für eine erfolgreiche Interventionen und weitreichenden Einfluss in den nächsten Jahren in besonderer Weise widmen: Zinn, Tantal, Wolfram, Gold, Kobalt, Kupfer, Gallium, Indium, Nickel und Metalle der Seltenen Erden.

AUFBAU EINER PLATTFORM FÜR BRANCHENWEITEN WANDEL

Fairphone hat sich selbst zum Ziel gesetzt, hinter die Kulissen der Produktionssysteme zu schauen und ethische Werte in den Vordergrund zu rücken. Das kürzlich mit dem „Blauen Engel“ ausgezeichnete Mobiltelefon Fairphone 2 dient dabei als Werkzeug und nützliche Metapher zugleich.

Um die Bewegung für fairer produzierte Elektronik weiter voranzutreiben, hält Fairphone derzeit Ausschau nach möglichen Kooperationen mit branchenübergreifenden Playern der Elektronikindustrie – darunter große Marken, Lieferanten und Non-Profit Organisationen. Neben der fairen Gewinnung von Materialien, untersucht Fairphone auch die Nutzbarkeit von recycelten Materialien und wird dazu bald die Ergebnisse einer Recycling-Studie veröffentlichen.

WEITERFÜHRENDE LINKS

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http://www.sourcemap.com/blog/2016/12/26/find-our-where-the-300-parts-of-your-cell-phone-come-from-fairphone-2-sourcemap

 

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